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Haus B Kreisverwaltung
28.06.2018

Keller unter Wasser, Füße nass - Wie geht Starkregenvorsorge?

Der Keller steht unter Wasser und die Füße sind nass: In genau dieser Situation fanden sich Norderstedter an Himmelfahrt wieder. Innerhalb kurzer Zeit waren große Mengen Regen gefallen – zu viel für die Kanalisation, die diese Wassermassen nicht aufnehmen konnte. Vergleichbare Ereignisse häufen sich, Medien berichten davon und viele Menschen waren selbst bereits betroffen. In Deutschland haben Überflutungen durch Starkregenereignisse in den letzten Jahren wiederholt Sachschäden in Millionenhöhe verursacht und auch Menschenleben gefordert. Der Weltklimarat (IPCC) geht in seinem fünften Sachstandsbericht davon aus, dass solche extremen Regenereignisse in Europa aufgrund des Klimawandels zunehmen und intensiver werden und sich damit das Risiko für Schäden weiter erhöht. Auch im Kreis Segeberg ist zukünftig wie auch in der Vergangenheit das Auftreten von Starkregenereignissen möglich.

Vorsorgemöglichkeiten, um Schäden durch Starkregenereignisse zu vermeiden, fehlen allerdings in den Medienberichten . Dabei gibt es einige Maßnahmen, die zur Vorsorge für die eigenen vier Wänden genutzt werden können. Getreu dem Motto: "Better safe than sorry".

Was ist Starkregen?

Starkregen sind außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen in kurzer Zeit. Starkregenereignisse treten räumlich oft nur sehr  lokal mit einer Zeitspanne von wenigen Minuten bis mehreren Stunden auf, weswegen sie nur sehr schwer vorherzusagen sind. Die Folge sind sehr kurze Vorwarnzeiten von wenigen Stunden durch den Deutschen Wetterdienst (DWD). Grundsätzlich ist damit jeder potenziell durch Starkregen gefährdet. Im Gegensatz zu Fluss- und Küstenhochwasser können Schäden durch Starkregenereignisse auch abseits von Gewässern auftreten. Besonders überflutungsgefährdet sind tiefergelegene Gebäudebereiche wie der Keller und das Erdgeschoss eines Hauses.

Starkregenwarnungen des DWD
 
Markante Wetterlage
15-25 l / m² in 1 Stunde
20-35 l / m² in 6 Stunden
 
Unwetterwarnung
> 25 l / m² in 1 Stunde
> 35 l / m in 6 Stunden
 
Extremes Unwetter
> 40 l / m² in 1 Stunde
> 60 l / m² in 6 Stunden

Das Wasser vom Haus fernhalten

Mit welchen Maßnahmen kann nun das eigene Haus oder die eigene Wohnung geschützt werden?

Zunächst gilt es das Wasser möglichst weit vom Haus fernzuhalten. Besonders beim Neubau kann hier im Vorhinein bereits einiges berücksichtigt werden. Dazu gehört vor allem die richtige Wahl des Standortes: in einer Senke sollte möglichst nicht gebaut werden.

Neben einem geeigneten Standort kann auch eine entsprechende Grundstücksgestaltung dazu beitragen, dass Wasser erst gar nicht bis zum Haus fließt. Das Gelände kann beispielsweise vom Gebäude aus abfallen. Dazu kann das Gebäude etwas erhöht gebaut werden. Auch eine Aufständerung wäre denkbar.

Die Berücksichtigung der Tatsache, dass Wasser immer nach unten fließt und sich den einfachsten Weg sucht, kann dabei helfen potentielle Eintrittswege für Regenwasser zu vermeiden. Denn besonders gefährdet sind ungeschützte tiefergelegene Gebäudeöffnungne wie Türen, Kellerfenster oder Garagen. An diesen Stellen kann das Wasser bei starken Niederschlägen besonders leicht eindringen.

Deshalb sollten Elektrogeräte oder Waschmaschinen, andere Gegenstände wie Farben und Lacke erhöht gelagert werden, um Schäden durch kleinere Überflutung zu vermeiden. Ebenso gilt es den Heizöltank zu sichern, denn auslaufendes Öl versursacht mit die höchsten Schäden am Gebäude. Niedrig verlegte Steckdosen und elektrische Leitungen können im Falle einer Überflutung zur Lebensgefahr werden, denn das Wasser kann unter Strom gesetzt werden. Leitungen und Steckdosen sollten darum vor allem im Keller höher verlegt werden.

Fensterklappen, hohe Borde, mobile Barriersysteme - So bleibt Ihr Haus trocken

Bei bestehenden Gebäuden sind Bodenschwellen oder 15-30 Zentimeter hohe Kanten an Lichtschächten sinnvoll. Für Kellerfenster und Lichtschächte gibt es Fensterklappen, die bei Bedarf geschlossen werden können. Mobile Barrieresysteme sind eine weitere Schutzmaßnahme, um Wasser fernzuhalten. Bei Bedarf diese mit etwas handwerklichem Geschick an Eingängen, Zufahrten oder an der Grundstücksgrenze selbst angebracht werden. Auch herkömmliche Sandsäcke können den Zweck erfüllen.

Kanalrückstau verhindern

Bei viel Regen und großen Wassermassen ist die Kanalisation an einem bestimmten Punkt überfordert und kann nichts mehr aufnehmen. Dann droht ein Kanalrückstau und Abwasser aus dem Kanal drückt in die Gebäude. Grundstückseigentümer haften für Schäden, die durch Rückstau entstehen. Vor dieser Gefahr bieten Rückstausicherungen wie Hebeanlagen oder Rückstauklappen Schutz.

Wie gefährdet ist mein Haus?

Zwar ist ein 100 %iger Schutz vor Starkregen nicht möglich, aber dennoch können Vorsorgemaßnahmen Schäden gering halten.

Der Hochwasserpass des HochwasserKompetenzCentrums bietet die Möglichkeit die Gefährdung der eigenen vier Wände zu prüfen und gibt anschließend individuelle Tipps zu Vorsorgemöglichkeiten.

Weitere Informationen zu baulichen Vorsorgemaßnahmen finden Sie hier:

Hamburg Wasser (2012): Wie schütze ich mein Haus vor Starkregenfolgen?

Deutsches Institut für Urbanistik (2017): Klimagerechtes Bauen

StEB Köln (2016): Wassersensibel planen und bauen in Köln

Infos

Die Klimaschutzkonzepte       des Kreises Segeberg:

integriertes Klimaschutzkonzept
(PDF 4,3 MB)
Teilkonzept Klimaanpassung

(PDF 2,6 MB)
Teilkonzept Liegenschaften  (PDF 7,9 MB)

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