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12.06.2018

Hitze und Klimawandel -
Was ist bei hohen Temperaturen zu beachten?

Laut des Deutschen Wetterdienstes war der Mai außergewöhnlich warm und stellt damit einen Rekord auf. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 15,6 °C lag der Wert um ca. 4 °C höher als das Mittel in den vergangenen 30 Jahren. Zwischen 1981 und 2010 hatte der Mai eine durchschnittliche Temperatur von 11,5 °C. Aufgrund des Klimawandels bleiben warme und heiße Tage auch zukünftig keine Seltenheit. Doch mit ein paar Tipps lässt sich die Hitze gut überstehen.

Sommerliche oder gar heiße Temperaturen von mehr als 30 °C sind nicht nur während des bevorstehenden Sommers, sondern auch in den kommenden Jahren denkbar. Mit dem Klimawandel steigen die Temperaturen, sodass Experten auch eine Zunahme extremer Temperaturen in Schleswig-Holstein erwarten. Hitze ist ein Beispiel. In Schleswig-Holstein hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Anzahl der Sommertage mit mehr als 25 °C bereits von durchschnittlich 15 auf 20 Tage im Jahr erhöht. Mehr schwüle Tage und tropische Nächte mit wenigstens 20 °C Minimaltemperatur sind im Kreis Segeberg bis Ende des Jahrhunderts ebenfalls denkbar.

Während die einen sich über die hohen Temperaturen freuen und ausgiebig Abkühlung in Schwimmbädern und Seen suchen, ist die Hitze für andere eine starke gesundheitliche Belastung. Hitzekrämpfe, Hitzschlag oder Sonnenstich können beispielsweise die Folge sein. Generell gilt: Während gesunde Erwachsene weniger gefährdet sind, kann Hitze insbesondere für Ältere, (chronisch) Kranke, Menschen mit Behinderung, Kinder und im Freien arbeitende Menschen ein erhebliches Risiko darstellen. Achten Sie deshalb während dieser Zeit besonders auf Ihre Familie, Freunde und Nachbarn.

Genügend trinken

Bei langanhaltend hohen Temperaturen ist die Gefahr eines Flüssigkeitsmangels und einer damit möglichen Hitzeerschöpfung besonders hoch. Das Durstgefühl setzt meist erst verspätet ein, wenn bereits ein Flüssigkeitsmangel besteht. Deshalb ist es
wichtig viel zu trinken. Als Faustregel gilt: mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag, oder etwa jede Stunde ein Glas Wasser zu trinken. Neben (Mineral-)Wasser eignet sich auch kühler Kräuter- oder Früchtetee. Auf eiskalte Getränke sowie Kaffee, Getränke mit viel Zucker und Alkohol sollte verzichtet werden. Letztere entziehen dem Körper zusätzlich Flüssigkeit. Leichte Mahlzeiten mit frischem Obst, Gemüse
oder Salaten werden empfohlen, da der hohe Wassergehalt zum Flüssigkeitsausgleich beiträgt. Eiweißreiche Kost wie Fleisch erhöht dagegen die Körpertemperatur zusätzlich.

Den Tagesverlauf anpassen – Kühle Stunden nutzen

Ein angepasster Tagesablauf erleichtert den Umgang mit Hitze. Aktivitäten wie Sport oder Arbeiten im Freien sollten während der heißen Mittagsstunden vermieden und in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Während der Mittagshitze bietet sich eine längere Pause an. Grundsätzlich wird neben dem Aufenthalt im Schatten auch die Nutzung von Hut, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel empfohlen. An heißen Tagen sollte niemand in einem geparkten Auto zurückgelassen werden. Im Inneren kann die Temperatur nach wenigen Minuten auf lebensbedrohliche Werte steigen.

Abkühlung für zwischendurch

Abkühlung verschaffen kühle Duschen oder (Fuß)Bäder. Feuchte Tücher auf Beinen, Armen, Gesicht oder im Nacken kühlen den Körper von außen. Leichte und weite Kleidung verhindert einen Hitzestau am Körper und helle Kleidung heizt sich weniger auf. Ein Fächer erzeugt ebenfalls eine angenehme Luftzirkulation.

Sperren Sie die Hitze aus

Die eigenen vier Wände können ebenfalls eine gute Rückzugsmöglichkeit vor Hitze sein. Dazu sind die Fenster tagsüber geschlossen zu halten, damit die Hitze nicht in die Wohnung gelangt. Zusätzlich sollten die Fenster mit Rollläden, Jalousien oder Vorhängen verdunkelt werden. Den wirksamsten Schutz vor Hitze bieten Beschattungsmöglichkeiten, die von außen angebracht sind. Das Lüften erfolgt dann in den kühlen Abend- und Morgenstunden oder nachts. Das Aufhängen von nassen Tüchern bringt ebenfalls Abkühlung, denn durch die Verdunstung des Wassers kühlt die Umgebungsluft ab.

Mehr Informationen

Weitere Tipps und Informationen zum Umgang mit Hitze bieten unterschiedliche Publikationen wie Der Hitzeknigge, APUG Sommer-Tipps oder der Ratgeber Klimawandel und Gesundheitdes Umweltbundesamtes.

Im Klimareport Schleswig-Holsteindes Deutschen Wetterdienstes sind Hintergrundinformationen zum Klima und Klimawandel aufbereitet.

Der Deutsche Wetterdienst gibt über Radio, Fernsehen oder Apps Wetterwarnungen heraus, wenn sich extremes Wetter ankündigt. Newsletter zu den Warnungen können über die Webseite abonniert werden (https://www.dwd.de/newsletter). Einer der Newsletter zum Thema Hitze richtet sich beispielsweise speziell an Pflegeeinrichtungen.

Quellen

Deutscher Wetterdienst (2018): Deutschlandwetter im Mai 2018. Sehr warm und sonnenscheinreich – ein weiterer Monat voller Rekorde. Abrufbar unter: https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2018/20180530_deutschlandwetter_mai.pdf?__blob=publicationFile&v=3 (Stand 12.06.2018).

Deutscher Wetterdienst (2017): Klimareport Schleswig-Holstein. Fakten bis zur Gegenwart – Erwartungen für die Zukunft. Abrufbar unter: https://www.dwd.de/DE/leistungen/klimareport_sh/download_report_2017.pdf?__blob=publicationFile&v=5. (Stand 12.06.2018).

Deutscher Wetterdienst (o. J.):Wetterlexikon. Heißer Tag. Abrufbar unter: https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv2=101094&lv3=101162. (Stand 20.03.2018).

Deutscher Wetterdienst (o. J.): Wetterlexikon. Tropennacht Abrufbar unter: https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?nn=103346&lv2=102672&lv3=102802. (Stand 05.04.2018).

Grothmann, Thorsten u. Romy Becker. UBA (Hrsg.) (2015): Der Hitzeknigge. Über das richtige Verhalten bei Hitze. Tipps für Ihren Alltag. Abrufbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/364/dokumente/schattenspender_hitzeknigge.pdf (Stand 05.04.2018).

Mücke, Hans-Guido u. Becker, Paul. UBA (Hrsg.) (2008): Klimawandel und Gesundheit. Informationen zu gesundheitlichen Auswirkungen sommerlicher Hitze und Hitzewellen und Tipps zum vorbeugenden Gesundheitsschutz. Ratgeber. (Abrufbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3816.pdf (Stand 20.03.2018).

Plagge, Silke R. (o. J.): Hitze im Auto – lebensgefährlich für Kinder. (Abrufbar unter: http://www.liliput-lounge.de/themen/warnung-vor-ueberhitzung/ (Stand 04.04.2018).

Schneider, Uta; Helbig, Victoria; Walter, Dina u. Jürgen Rummel. Kreis Segeberg (Hrsg.) (2014): Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel für den Kreis Segeberg. Bericht. Berlin.Abrufbar unter: https://www.segeberg.de/media/custom/2211_372_1.PDF?1402059093 (Stand 20.03.2018).

Umweltbundesamt (UBA) (Hrsg.) (2008): APUG Sommer-Tipps. So vermeiden Sie gesundheitliche Belastungen durch Umwelteinflüsse. Abrufbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/apug-sommer-tipps (Stand 21.03.2018).

Infos

Die Klimaschutzkonzepte       des Kreises Segeberg:

integriertes Klimaschutzkonzept
(PDF 4,3 MB)
Teilkonzept Klimaanpassung

(PDF 2,6 MB)
Teilkonzept Liegenschaften  (PDF 7,9 MB)

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