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Station 3 der Kreis-Energiespar-Tour

In Boostedt ging es um Schimmel und Sonnenstrom

Das Thema der Veranstaltung lautete „Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnräumen“ sowie „Strom aus der Sonne“ und richtete sich an Besitzer von Bestandsgebäuden aber auch an Mieter.

Um 19:00 eröffnete Herr Birnbaum, Klimaschutzmanager des Kreises Segeberg, den Abend und begrüßte die Gäste, welche teilweise eine Doppelrolle einnahmen: Hausbesitzer auf der einen Seite, Vertreter aus Wirtschaft und Politik auf der anderen Seite. „Wir werden die Themen in unsere Ausschüsse und Fraktionen tragen“ so Marina Weber, 2. stellv. Bürgermeisterin von Boostedt.

Der Vortrag von Herr Lötsch von der Verbraucherzentrale Schleswig Holstein zeigte eindrucksvoll, wie man durch angepasstes Verhalten oder auch bauliche Maßnahmen der Schimmelbildung vorbeugen kann. Grundsätzlich kann Schimmel bei jeder Temperatur entstehen – entscheidend ist nur die Luftfeuchtigkeit! Ab 80% relativer Luftfeuchte sind die Bedingungen für ein Wachstum erfüllt.

Oft ist es mit der richtigen Lüftungsmethode getan. Was aber, wenn der Schimmel einmal da ist? Das ist er nämlich in vielen Fällen – auch wenn man ihn noch nicht sieht! Hier hilft die Behandlung mit Isopropylalkohol (70%) aus der Apotheke oder Spiritus. Die teure Chemie aus den Baumärkten hat seiner Ansicht nach nichts in Wohnräumen verloren. Man würde nur eine schädliche Substanz mit einer anderen bekämpfen – die dann wieder den Wohnraum belastet.

Zur Vermeidung von Schimmel achten Sie auf eine ausreichende Be- und Entlüftung - besonders an den Außenwänden und -ecken. Hängen hier Bilder oder schwere Vorhänge oder stehen Schränke davor, besteht eine stark erhöhte Schimmelgefahr. Die Luft kann hier nicht zirkulieren, um die an den kalten Wänden auskondensierende Feuchtigkeit wieder aufzunehmen. Es hilft, große Bilder etwas anzukippen, Schränke und Sofas etwas abzurücken und noch besser zusätzlich auf Füße zu stellen. So entsteht automatisch ein Kamineffekt mit reichlich Luftbewegung. 

Der Klassiker: Besondere Vorsicht ist geboten, wenn in älteren Gebäuden die einfachen Fenster gegen hochmoderne Fenster mit Isolierverglasung ausgetauscht werden. Wird an der Fassade nicht gleichzeitig gedämmt, so schlägt sich die Feuchtigkeit nicht wie gewünscht an der Fensterscheibe, sondern an dem jetzt im Vergleich deutlich kälteren Mauerwerk nieder.  Hier hilft im besten Fall stark angepasstes Lüftungsverhalten – meistens sind aber weitere bauliche Maßnahmen erforderlich!

Übrigens: eine 4-köpfige Familie gibt pro Tag durchschnittlich 12 Liter Wasser an das Gebäude ab! Dieses Wasser muss täglich wieder hinausgelüftet werden.

Vermeiden Sie es, durch Kippstellung der Fenster zu lüften. Der Luftdurchsatz ist zu gering und die Wände der Räume kühlen noch zusätzlich aus – mit der Folge von weiterer Wasserkondensation am Mauerwerk und, nebenbei, einem stark erhöhten Heizenergiebedarf. Durch kurzes Stoßlüften (2-4x täglich) wird nur die verbrauchte und mit Feuchtigkeit angereicherte warme Luft schnell aus dem Gebäude befördert. Die Oberflächen der Wände und Einrichtungsgegenstände müssen anschließend nicht wieder auf die gewünschte Raumtemperatur gebracht werden.

Für das Stoßlüften gelten folgende Daumenwerte für die Lüftungsdauer:
- im Dez./Jan./Feb. à             4 -   6 min.
- im Mrz. und Nov.  à             8 - 10 min.
- im Apr. und Okt.   à           12 - 15 min.
- im Mai und Sept.  à            16 - 20 min.
- im Jun./Jul./Aug.  à            25 - 30 min.
  (jeweils für einen kompletten Luftwechsel)

Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sollte zwischen 35% und 65% liegen. Zur Kontrolle eignen sich einfache Hygrometer, welche es im Fachhandel bereits ab ca. 15,-€ zu kaufen gibt.

Was hat das jetzt mit Energiesparen zu tun?
In Räumen mit kalten Wänden stellt sich die Behaglichkeit nicht so recht ein. Das liegt daran, dass die Kälte in den Raum hinein strahlt. Sind die Räume zusätzlich noch feucht, verstärkt sich dieses Empfinden. Man benötigt nicht selten 23/24°C Lufttemperatur im Raum, um es behaglich zu haben. Kann man die Raumtemperatur auch nur um 1°C senken, so spart man schon ca. 6% der Heizkosten ein.  

Im zweiten Teil des Abends informierte Herr Birnbaum zum Thema „Strom aus der Sonne“ - also Photovoltaikanlagen - auf Einfamilienhäusern.

Es wurde kurz auf die Technik eingegangen und anschließend die aktuelle Wirtschaftlichkeit anhand einer Beispielanlage betrachtet. Auch wenn die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) mittlerweile stark abgesenkt wurde, lohnt sich eine Investition dennoch. Durch die geringen Kosten für den selbst erzeugten Strom von 9-10 Cent pro kWh können Sie den Einkauf von teurem Strom bei Ihrem Stromanbieter reduzieren. Eigenverbrauchsquoten liegen heute in der Regel zwischen 10% und 30%. Mehr ist durch den Einsatz von zusätzlicher Technik möglich. 

Mitinitiatorin Annette Glage, Energieberater Tim Lötsch, Klimaschutzmanager Heiko Birnbaum und die 2. stellv. BGM von Boostedt Marina Weber (v.l.)

Foto: D.Glage

Haben Sie Fragen zu den Themen?
Sie erreichen uns unter 04551/951-522 und -561.

Ihre Klimaschutzmanager
Heiko Birnbaum und Krishan Gairola

 

Infos

Die Klimaschutzkonzepte       des Kreises Segeberg:

integriertes Klimaschutzkonzept
(PDF 4,3 MB)
Teilkonzept Klimaanpassung

(PDF 2,6 MB)
Teilkonzept Liegenschaften  (PDF 7,9 MB)

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