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Heinbuche zum Kreis-Juibiläum: Gastgeschenk aus Polen wächst und gedeiht nun im Landratspark

Als der Kreis Segeberg im vergangenen September sein 150-jähriges Jubiläum feierte, hatten die Gäste aus dem polnischen Partnerkreis Drawsko Pomorskie eine besondere Überraschung im Gepäck: eine Hainbuche.

Spirituell steht sie für Zuversicht, Unbeirrbarkeit, Beharrlichkeit und Unverwüstlichkeit. Jetzt – nach Herbst und Winter mit Frostperioden – war es an der Zeit, das Gewächs endlich in den Boden zu setzen. Gemeinsam mit Fachdienstleiter „Naturschutz“ Axel Timmermann und dem ehrenamtlichen Kreis-Naturschutzbeauftragten Dr. Georg Hoffmann pflanzte Landrat Jan Peter Schröder den Baum in den Landratspark hinter dem Haus Segeberg in Bad Segeberg.
 
Die Hainbuche, auch Weißbuche genannt, ist eine in ganz Deutschland verbreitete Baumart. Auch wenn der Name es zunächst vermuten lässt: Sie ist keine echte Buche, sondern mit den Birken und der Haselnuss verwandt. Die Hainbuche wächst nicht so hoch wie andere Waldbäume, verträgt aber Schatten gut. Deshalb tritt sie in Wäldern als Mischbaumart auf, meist in Eichen- und Buchenbeständen sowie in Auenwäldern. Das Verbreitungsgebiet natürlicher Eichen-Hainbuchen-Wälder liegt außerhalb Deutschlands in Ost- und Nordosteuropa. Ein berühmtes Beispiel ist der Urwald von Bialowieza in Polen. Ein bekannter Eichen-Hainbuchen-Bestand im Kreis Segeberg ist der „Schierener Krattwald“, sechs Kilometer östlich von Bad Segeberg gelegen.

Auch in den schleswig-holsteinischen Knicks spielt die Hainbuche wegen ihres Stockausschlagvermögens eine bedeutende Rolle. Stockausschläge sind Sprösslinge und Triebe, die nach dem Absägen neu aus dem Pflanzenstumpf wachsen. Zudem prägen viele Hecken dieser Baumart das Bild in unseren Gärten.

Das weißliche Holz der Hainbuche ist fest, zäh und eines der schwersten heimischen Hölzer. Es wird heute noch zum Beispiel für Werkzeughefte, Hackblöcke und für die mechanischen Hämmer im Klavierbau verwendet. Teilweise kommt Hainbuchenholz auch für stark beanspruchte Parkettböden in Frage. Aufgrund seiner hohen Dichte ist es als Brennholz nachhaltiger als Buche oder Eiche, lässt sich aber auch schwerer spalten.

Die Partnerschaft zwischen den Kreisen Segeberg und Drawsko Pomorskie besteht seit dem Jahr 2000 und wird seither rege gepflegt. Bereits 1956 hatte der Kreis Segeberg eine Patenschaft mit dem Heimatverein Dramburg, wie Drawsko Pomorskie bis 1950 auf Deutsch hieß, geschlossen. „Die Mitglieder im Heimatverein wurden naturgemäß immer weniger und irgendwann entschloss man sich dazu, eine intensive Verbindung zu den neuen Bürgern aufzubauen“, sagt Rüdiger Jankowski, ehrenamtlicher Beauftragter für Paten- und Partnerschaften des Kreises Segeberg.

„Es gibt viele Schnittstellen und wir können viel voneinander lernen“, so Landrat Jan Peter Schröder. Zukunftsthemen sollen beispielsweise die Landwirtschaft sowie der Natur- und Umweltschutz sein. Aus seiner Sicht ist die Partnerschaft vor allem für die nachwachsende Generation von Bedeutung.