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Otto Gisbert Adolf Gustav Kurt Graf zu Rantzau, Landrat in Segeberg von 1928-1932

 

Biographie

14.07.1888 als Sohn des Majors Johann Graf zu Rantzau und dessen Ehefrau Marie geb. Freiin Vincke, in Karlsruhe geboren

Sein Großvater war Reichsgraf Otto zu Rantzau, der als Attaché in Paris, Legationsrat und später als Gesandter im diplomatischen Dienst Preußens stand.

1908 Abitur mit der Note "sehr gut" am Gymnasium Baden Baden

1912 erste juristische Staatsprüfung  mit der Note "gut" nach dem Studium in Genf, Heidelberg und Kiel. Gerichtsreferendar beim Oberlandesgericht Kiel

1913 Regierungsreferendar bei der Regierung in Schleswig

1918 Regierungsassessor bei der Regierung in Schleswig, wo er viel im Hause des späteren Außenministers Graf zu Brockdorff-Rantzau verkehrte

1925 Regierungsrat bei der Regierung in Schleswig, 1928 Oberregierungsrat, vier Monate stellv. Landrat des Kreises Johannisburg / Ostpreußen

01.10.1928 bis 1932 Landrat in Segeberg

1932 Polizeipräsident in Kiel

1933 Ministerialrat im preußischen Kulturministerium in Berlin

04.02.1946 im Alter von nur 57 Jahren in einem Flüchtlingsquartier in Nierstein am Rhein seinem schweren Leiden (Nierenschwund) erlegen.

Graf zu Rantzau war seit 1917 mit Lilly Freiin von Malzahn verheiratet. Er hatte 2 Söhne: Hans Friedrich, geb. 18.11.18, gefallen am 28.09.1944 in Kurland

und Kai, geb. 18.12.1921, auf See vermisst seit 23.05.1943.

Landrat Graf zu Rantzau lag der Verkehr mit der Landbevölkerung und die Zusammenarbeit mit dem Kreisausschss, den Beamten und Angestellten ganz besonders.

Sein warmherziges Wesen verschaffte ihm  im ganzen Kreis höchste Wertschätzung. Während seiner Zeit erfolgte der An- und Ausbau des Kreiskrankenhauses. In den Akten des Geheimen Staatsarchivs in Berlin-Dahlem fand sich folgender Vermerk aus dem Jahr 1932:

"...ein besonders kenntnisreicher und tüchtiger Beamter, der sich während seiner langjährigen Tätigkeit als politischer Dezernent als durchaus loyal erwiesen hat und der den hohen Anforderungen, die an ihn gestellt werden müssen, vollauf gerecht wird..."

Schon 1939 zeigte sich seine schwere Krankheit. Nur mit Mühe und oft unter quälenden Schmerzen zwang er sich zum Dienst. Er wollte in der schweren und bitteren Notzeit nicht versagen. 1943 musste er sich beurlauben lassen. Der Tod seiner Söhne, das qualvolle Leiden und die sorgenvolle Zeit, mögen ihn oft mit Verzweiflung erfüllt haben.

Man sollte sich im Kreis Segeberg dieser Persönlichkeit, deren Größe nicht nur im dienstlichen, mehr im menschlichen Bereich zu finden war, höchster Achtung erinnern.