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Haus B Kreisverwaltung
16.02.2017

Erneuter Nachweis der Geflügelpest bei einem Wildvogel im Kreis Segeberg

Mit Befund vom 14.02.2017 bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) das hoch pathogene Influenza A Virus des Subtyps H5N8 bei einer Möwe, die am Südufer des Großen Segeberger Sees am 10.02.2017 tot aufgefunden worden war.

Infolge dessen wurde erneut im Kreis Segeberg die Geflügelpest bei Wildvögeln amtlich festgestellt.

Um den Fundort wurde ein Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk und mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort als Beobachtungsgebiet festgelegt. Die Restriktionszonen zusammen betreffen die Gebiete der Städte Bad Segeberg und Wahlstedt sowie die Ämter Boostedt-Rickling, Leezen und Trave-Land mit einigen Gemeinden.
Im Sperrbezirk befinden sich 70 Geflügelhaltungen.

Im Beobachtungsgebiet wird in 320 Betrieben Geflügel gehalten.

Die Restriktionszonen sind der im Internet des Kreises Segeberg veröffentlichten Karte zu entnehmen.

Eine entsprechende „Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Segeberg“ ist heute für diesen Ausbruch der Geflügelpest veröffentlicht worden und tritt am 17.02.2016 in Kraft. Gehaltene Vögel dürfen im Sperrbezirk nicht aus den Beständen, im Beobachtungsgebiet nicht aus dem Beobachtungsgebiet verbracht werden. Halterinnen und Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.

Nachdem sich das Geflügelpestgeschehen im Januar im Kreis Segeberg etwas entspannt hatte und Anfang Februar alle Restriktionszonen im Kreis Segeberg aufgehoben werden konnten, nimmt das Seuchengeschehen mittlerweile wieder an Dynamik zu. So musste bereits am 06.02.2017 bedingt durch einen Geflügelpestnachweis bei einem Wildvogel im Kreis Steinburg nahe an der Grenze zum Kreis Segeberg im Westkreis ein Beobachtungsgebiet ausgewiesen werden. Dem Veterinäramt werden durch Bürgerinnen und Bürger und die örtlichen Ordnungsbehörden wieder vermehrt tot aufgefundene Wildvögel gemeldet. Hierzu gehörte auch die Möwe, die am 10.02.2017 tot aufgefunden, beprobt und positiv auf Geflügelpest getestet worden ist.

Unverändert gelten auch außerhalb von Sperrbezirk und Beobachtungs¬gebieten die strengen Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleine Geflügelbestände und das Aufstallungsgebot im Kreis Segeberg, wie im gesamten Land Schleswig-Holstein, uneingeschränkt weiter.