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Leitungsbau

Der Ausbau der Windenergie macht gleichzeitig auch den Ausbau des Leitungsnetzes in Schleswig-Holstein erforderlich, um den Abtransport der überschüssigen Energiemengen in die verbrauchsstarken Regionen im Süden zu gewährleisten. Allgemeine Informationen zum Leitungsbau finden Sie hier . Zwei wichtige Projekte zum erforderlichen Netzausbau in Schleswig-Holstein liegen im Kreis Segeberg:  

  1. Neubau einer 380-KV-Leitung zwischen Audorf und HHNord/Norderstedt - Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung

     

  2. Neubau einer 380-KV-Leitung zwischen Göhl und Henstedt-Ulzburg - Ostküstenleitung - Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung

380-KV-Leitung - Audorf-Hamburg/Nord

Beim Neubau der Leitung zwischen Audorf und HHNord/Norder-stedt handelt es sich um eine Verstärkungsmaßnahme im Bestandsnetz, die als vordringlicher Bedarf auf Grundlage des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) erfolgt. Das Projekt wird in drei Abschnitten umgesetzt:

  • HHNord/Norderstedt - Dollern (Nds.)

    Die drei Abschnitte des Projekts Hamburg/Nord–Dollern befinden sich in unterschiedlichen Phasen der Umsetzung. Von Umspannwerk Hamburg/Nord bis Heist wurde die neue Leitung bereits fertig gestellt. Zwischen Heist und Haseldorf liegt ein Planfeststellungsbeschluss vor und auf niedersächsischer Seite ist ein Ersatzneubau geplant. Hier wird seit Juli 2016 gebaut. Nähere Informationen zu diesem Abschnitt finden Sie hier.

  • Audorf-HHNord/Norderstedt 

Der Bau hat im März 2015 begonnen und soll bis Ende 2017 abgeschlossen werden. Nähere Informationen zu diesem Abschnitt finden Sie  hier.

    In Verbindung mit dem Neubau als 380 kV-Leitung erfolgt auch der Rückbau der bestehenden 220 kV-Leitung. 
  • Der nördliche Abschnitt von Flensburg bis Audorf betrifft den Kreis Segeberg nicht, er soll bis 2017 fertiggestellt sein. Nähere Informationen zu diesem Abschnitt finden Sie hier.  

380-kV-Leitungsbau - Ostküstenleitung

Durch die Ausweisung von weiteren Vorrangflächen für Windenergie trägt Schleswig-Holstein maßgeblich zum Gelingen der Energiewende in Deutschland bei. Für den Abtransport der erzeugten EE-Leistungen ist ein Netzausbau in Schleswig-Holstein erforderlich.

Der bedarfsgerechte Netzausbau des Übertragungsnetzes vom Kreis Segeberg bis in den Raum Göhl soll über eine 380 kV Leitung sichergestellt werden. So sollen die wachsenden Strommengen aus Wind und Sonne aus den östlichen Landesteilen aufgenommen und verlustarm zu den Verbrauchszentralen abtransportiert werden. Darüber hinaus dient die Netzverstärkung von Siems über den Raum Lübeck bis in den Kreis Segeberg einer verbesserten Anbindung des Baltic-Cable aus Schweden an das deutsche Hochspannungsnetz.

Die Gesamtstrecke der Ostküstenleitung gliedet sich in drei Maßnahmen:

  • Abschnitt 1: Kreis Segeberg - Raum Lübeck (Netzverstärkung der bestehenden 220 kV Leitung)

  • Abschnitt 2: Raum Lübeck -Siems (Netzverstärkung der bestehenden 220 kV Leitung

 

  • Abschnitt 3: Raum Lübeck - Raum Göhl (Neubau 380 kV Leitung)

Nach Inbetriebnahme der ersten beiden Abschnitte als 380 kV Leitung ist beabsichtigt, die bestehende 220 kV Leitung von Hamburg / Nord nach Lübeck zurück zu bauen. Über den reinen Leitungsbau hinaus werden bei allen drei Maßnahmen der Neubau von 380 kV Schaltanlagen / Umspannwerke erforderlich.

Die geplante 380-kV-Ostküstenleitung wird Pilotstrecke für die Teil- Erdverkabelung. Der Bundesrat stimmte am 18.12.2015 dem entsprechenden Gesetzentwurf zu. Das Gesetz wurde Anfang Dezember 2015 im Bundestag verabschiedet und ist zum 01.01.2016 in Kraft getreten.

Damit wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, Erdkabel auf Teilabschnitten der Ostküstenleitung zu erproben. Eine Neuplanung des Trassenverlaufs wird es jedoch nicht geben, denn laut Gesetz kann Teilerdverkabelung nur für bestehende Trassenverläufe geprüft und genutzt werden.

Im Rahmen der Netzentwicklungsinitiative und der hierauf fußenden Beschleunigungsvereinbarung haben sich die Landesregierung sowie die Netzbetreiber TenneT und Schleswig-Holstein Netz AG auf Planungsgrundsätze und eine umfassende und frühzeitige Beteiligung der vom Netzausbau betroffenen Regionen verständigt. Regionen, Bürgerinnen und Bürger, Kreise und Gemeinden wurden in einem intensiven Dialogprozess in die Planungen einbezogen. Informationen zum Dialogprozess zur Ostküstenleitung, sowohl zur Freileitungsplanung als auch zur Erdkabelplanung, finden Sie hier.

Für Fragen und Anliegen zum Ostküstenleitungsausbau steht der Bürgerreferent für Schleswig-Holstein, Herr John Karl Herrmann, zur Verfügung. Herr John ist unter der Telefonnummer 0431 7802 8155 erreichbar.

Weitere Informationen zum Trassenbau finden Sie hier.