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Wappen Kreis Segeberg
 
Haus B Kreisverwaltung
17.02.2017

Ausweitung der Restriktionszonen nach dem erneuten Nachweis der Geflügelpest bei einem Wildvogel im Kreis segeberg

Mit Befund vom 16.02.2017 bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) das hoch pathogene Influenza A Virus des Subtyps H5 bei einem Silberreiher, der am Itzstedter See am 13.02.2017 tot aufgefunden und vom Kreisveterinäramt beprobt worden war.

Nachdem heute die Allgemeinverfügung des Kreises Segeberg vom 16.02.2017, die aufgrund des Nachweises der Geflügelpest bei einer Möwe am Segeberger See erlassen worden war, mit den festgelegten Restriktionszonen (Sperrbezirk, Beobachtungsgebiet) gerade erst in Kraft getreten ist, müssen durch den positiven Nachweis des Silberreihers am Itzstedter See die zu maßregelnden Gebiete erneut ausgedehnt und angepasst werden.

Hierzu wurde um den Fundort des Silberreihers in der Gemeinde Itzstedt ein Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk ausgewiesen. Das bestehende Beobachtungsgebiet, das nach dem Vogelpestnachweis bei einer Möwe am Segeberger See am 16.02.2017 festgelegt worden war, wurde auf das südwestliche Kreisgebiet ausgedehnt, es reicht jetzt im Nordosten von der Gemeinde Nehms bis zur Gemeinde Henstedt-Ulzburg im Süden des Kreises. Somit werden aktuell infolge von Funden im Kreis Segeberg 2 Sperrbezirke und 1 gemeinsames Beobachtungsgebiet, von dem rund die Hälfte des Kreisgebietes betroffen ist, im Kreis Segeberg ausgewiesen. Weiterhin ist ein Beobachtungsgebiet an der nordöstlichen Kreisgrenze infolge eines Wildvogelfundes im Kreis Steinburg ausgewiesen. Über die Kreisgrenzen hinaus wird sich das gemaßregelte Gebiet bedingt durch die beiden aktuellen Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln im Kreis Segeberg auch auf den Kreis Stormarn und die Stadt Hamburg ausdehnen.

In den beiden Sperrbezirken befinden sich 121 Geflügelhaltungen. Im Beobachtungsgebiet wird in 602 Betrieben Geflügel gehalten. Die Restriktionszonen sind der im Internet des Kreises Segeberg veröffentlichten Karte zu entnehmen.

Eine entsprechende „Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Segeberg“ ist heute infolge des Ausbruches der Geflügelpest bei dem Silberreiher am Itzstedter See veröffentlicht worden und tritt am 18.02.2016 in Kraft. U. a. dürfen gehaltene Vögel im Sperrbezirk nicht aus den Beständen und im Beobachtungsgebiet nicht aus dem Beobachtungsgebiet verbracht werden. Halterinnen und Halter von Hunden und Katzen haben sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen.

Unverändert gelten auch außerhalb von Sperrbezirk und Beobachtungs¬gebieten die strengen Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleine Geflügelbestände und das Aufstallungsgebot im Kreis Segeberg, wie im gesamten Land Schleswig-Holstein, uneingeschränkt weiter.

Die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen und des Aufstallungsgebotes sollen verhindern, dass das Geflügelpestvirus in die Hausvogelbestände eingetragen wird.

Bürgerinnen und Bürger können weiterhin tot aufgefundene Wasservögel, Greifvögel und sog. Aasfresser (Krähen, Möwen) den jeweiligen örtlichen Ordnungsbehörden melden. Das Kreisveterinäramt ist zu den üblichen Geschäftszeiten über das Bürgertelefon (Tel.: 04551 – 951 211) zu erreichen. Sollte außerhalb der Geschäftszeiten die Erreichbarkeit nicht gegeben sein, besteht in dringenden Fällen auch die Möglichkeit, das Kreisveterinäramt über den Fund toter Vögel durch die Rettungsleitstelle (Tel.: 112) zu informieren.