Hilfsnavigation

Metropolregion Hamburg
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Wappen Kreis Segeberg
 
Gemeinde Glasau
Kirche Warder

©

Die Kirche mit Friedhof in Warder am See

Spätromanischer Feldsteinbau der Zeit gegen 1200. Sorgfältiges Mauerwerk an großen regelmäßigen Feldsteinen geschichtet, am besten an der Nordwand des kurzen, flachgedeckten Langhauses erhalten (drei Fenster und Portal). Die Südwand geflickt, Fenster nach unten verlängert, das Portal verändert. Der Chor ursprünglich mit einer Fensterachse, Kreuzgratgewölbe und abgestellter Halbrundapsis in der Spätgotik umgebaut und verlängert. Ostwand 1677. Westturm zur ersten Anlage gehörig, ursprünglich rund, wohl nicht vollendet, bald mit Feldsteinen und Ziegelverblendung rechteckig ummantelt. Kranzgesims und flaches Zeltdach 19./20. Jahrhundert. An der Nordseite stattlicher Anbau der Brockdorff-Gruft um 1700. Südervorhaus am Chor mit Sonnenuhr 1840. Ausstattung: Schnitzaltar (15. Jh.), Taufe (1682) und Kanzel (1614). Sarkophage vor der Kirche abgestellt, Kreuzgruppe um 1500.

Quellen: Dehio Hamburg und Schleswig-Holstein S. 664, Kunst-Topographie Schleswig-Holstein S. 768 / Fotos: Mathias Hopp

Der Denkmalschutz erstreckt sich auf das Äußere und Innere des Kirchengebäudes mit seiner Ausstattung sowie auf den umfriedeten Kirchhofsbereich. Bewegliche Gegenstände - auch Grabsteine -, die nach 1870 entstanden sind, bleiben außer Betracht, es sei denn, dass sie zusätzlich als denkmalgeschützt aufgeführt sind.

 

Kirchhof

Die Ursprünge des Kirchengebäudes und auch einer ersten Begräbnisfläche gehen mit auf etwa 1200 zurück. 1816 und 1867 wurde der Friedhof nach Süden auf seine jetzige Ausdehnung erweitert. Bei der ersten Erweiterung sind vermutlich auch die hier im Wege stehenden Linden des Lindenkranzes entfernt worden. Heute sind noch 7 Exemplare vorhanden. Sie weisen Schnittebenen in ca. 6m auf. Der neue Friedhof wurde 1909 westlich des alten errichtet und 1920/21 erweitert. Westlich des Kirchengebäudes lag früher, getrennt durch eine heute aus 3 Exemplaren bestehende Lindenreihe, der Pastoratsgarten, dessen Reste (Gehölze und Bodenmodellierung) noch erkennbar sind. Die Straße nördlich der Kirche zwischen Pastorat und alter Schule ist erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts angelegt worden. Heute zeigt sich der Friedhof als unregelmäßige Anlage, deren Wege unbefestigt oder mit Rasen versehen sind. Nur an der Kirche ist granitenes Kleinsteinpflaster gelegt worden. Es gibt 4 Tore. Ein südliches gusseisernes Tor, ein westliches gusseisernes Tor, welches zum neuen Friedhof führt, ein nördliches gusseisernes Tor an der Kirche und ein östliches aufwendigeres gusseisernes Tor, welches zur Erbbegräbnisstätte von Stumm führt. Letzteres besitzt backsteinerne Pfeiler und Wangen sowie Treppenstufen aus Beton, an den Seiten steht in der Hecke je ein weiterer backsteinerner Pfeiler. Größtenteils wird der Friedhof von einer beschnittenen Weißdorn- und Spierenhecke, die teilweise auf Resten einer alten Feldsteinmauer steht, umgeben. Auf dem Friedhof befinden sich ein Mausoleum, 2 Sarkophage aus Sandstein und eine Pastorengrabstätte. Der neue Friedhof hat gegenüber dem Tor des alten Friedhofs ein identisches Tor. Er ist durch einen Mittelweg gegliedert, der auf ein hölzernes Gedenkkreuz führt. Einige wichtige Gehölze sind: Säuleneiche, Mehlbeere, Magnolie, Hängebuche.

Quellen: Schwarz, E.: Kirche im Travebogen, 1984, Foto: Mathias Hopp

Der Denkmalschutz erstreckt sich auf das Äußere und Innere des Kirchengebäudes mit seiner Ausstattung sowie auf den umfriedeten Kirchhofbereich. Bewegliche Gegenstände -auch Grabsteine-, die nach 1870 entstanden sind, bleiben außer Betracht.

 

Gruft Schwertfeger

©

Familiengruft Schwertfeger

Familiengruft der Familie Schwertfeger auf dem Friedhof in Warder, südwestlich der Kirche gelegen. Massives, flaches, oberirdisch  nur halbhoch herausragendes Bauwerk in neo-klassizistischen Formen, innen tief herabreichend. Quadratischer Grundriss in Maßen 4 x 6 m, Höhe außen 2,0 m, Vorderseite mit vergitterter Öffnung nach Osten, an Rückseite nach Westen eiserne Bodenluke mit dem Zugang zur Gruft, Wände massiv, oberirdisch verblendet mit Naturstein,  über flachem vorspringendem Sockel, Seiten jeweils durch Pilaster und Gebälk in drei Felder mit größerem Mittelfeld gegliedert, über der Öffnung Osten Inschrift: Wulf Christoph Wilhelm Schwertfeger, Erbherr auf Wensien, Travenort und Bürau, geb. d. 6. Aug. 1786, gest. d. 21. Oct. 1851, rückseitig Inschrift im Mittelfeld: Erbbegräbnis der Familie Schwertfeger von Wensien, an Vorderseite links von Öffnung eiserne Gedenktafel an Rudolf Schwertfeger.

Dach aus flachen Natursteinplatten mit leichter oberseitiger Neigung.

Gruftraum ca. 3 Meter tief herabreichend, Bestattungsplätze auf vier Ebenen in 2 Reihen je Seite, Wände komplett aus Ziegelstein Errichtung 1851, zurzeit ohne Nutzung.

Bei der Gruft Schwertfeger auf dem Friedhof Warder handelt es sich um einen frei stehenden Gruftbau im Stile des Klassizismus als Flachdachtempel mit tief herabreichender Grabkammer. Der Bauinschrift zufolge wurde die Gruftanlage wohl von dem Hamburger Architekten Carl Remé zur Bestattung von Wolf Christoph Wilhelm Schwerdtfeger, Erbherr auf Wensin, Travenort und Bürau, nach 1851 erbaut.

Der sehr frühe Gruftbau steht im Zusammenhang adeliger Bau- und Bestattungstraditionen im Lande. Er zeugt von hohem baukünstlerischen Anspruch eines namenhaften Architekten.

Quelle: Denkmalschutzurkunde vom LD 28. April 2009 / Foto: Mathias Hopp

Der Denkmalschutz erstreckt sich auf die gesamte Gruftanlage.

Ansprechpartnerin ist:

Telefon:  +49 4551 951 529
Fax:  +49 4551 951 99818
Raum:  022

Kontaktformular
Ins Adressbuch exportieren