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Donnerstag, 09.09.2010
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Herrenhaus Borstel

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Kultur/Tourismus

Das Herrenhaus Borstel mit Parkanlage und Allee

Borstel

Borstel Konferenzraum
EHEM. GUT. Anlage mit Querallee, rechtwinklig zum Herrenhausvorplatz, dieser jederseits mit Baumreihe und Nebengebäude.

EHEM: HERRENHAUS, jetzt medizinisches Forschungsinstitut. Nach 1743 begonnen, 1751 vollendet, vielleicht von J.C. Böhme. Bedeutendster Herrenhausbau der Rokokozeit im Lande. Zweigeschossiger Backsteinbreitbau mit Walmdach. Die Hofseite mit pavillionartigen polygonalen, durch gekuppelte Kolossalpilaster betonen Eckrisaliten und einer durch Formen wie Pilaster, Segmentgiebel, Rokokotür, ornamental bekröntes Fenster und vorgelegte zweiarmige Freitreppe sowie durch Sandsteinverwendung hervorgehobenen Mittelachse. Die Gartenseite an den Enden schlicht mit Pilastern, in der Mitte jedoch mit breitem, polygonal vortretendem Risalit mit gekuppelten Pilastern, Segmentgiebel und sandsteinfarbenen Wandfeldern mit langen Fenstern, Ovalfenstern darüber und Rokoko-Ornament. Auf dem First vier Schornsteine.

Borstel Stuck
Innen: Keller mit Kreuzgratgewölben auf Pfeilern. Komplizierte Raumaufteilung. In Erdgeschossmitte hofseitig die Diele mit flachen Bogenblenden an den Schmalseiten, Rokokotüren und schlichter Stuckdecke über Randkehle. Dahinter der Festsaal über länglich achteckigem Grundriss mit klassizistischer Stuckwandgliederung durch Felder mit Gehängen bzw. antikischen figürlichen Reliefs (um 1700/80), einem Kamin in Rokoko-Formen und einer Rokoko-Stuckdecke mit freier Mitte.

Borstel Spiegel
Links neben der Diele ein kleines Kabinett mit geschnitzter Rokoko-Vertäfelung, besonders reich über den Türen. Dazu Kamin und Spiegel. Im folgendem Raum eine schlichtere Stuckdecke mit Rocaillen in der Kehle. Hieran anschließend der ovale Ecksalon mit beschnitzten Türen, Ofennische oben mit stuckiertem Gewölbe und Rokoko-Stuckdecke mit reicher Mittelzier. In der entsprechenden Folge rechts der Diele der Raum vor dem Salon noch mit Pilastergliederung. Rechts neben dem Gartensaal ein Kabinett mit abgeschrägten Innenecken, Tür mit geschnitzter Rokoko-Supraporte und Stuckdecke mit Rocaillen in der Kehle.



Quelle: Kunst-Topographie Schleswig-Holstein


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